Willkommen in einem kleinen Stückerl von meinem Leben
- Christina

- vor 2 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Schön, dass du da bist. Wirklich.
Ich weiß nicht, wie du gerade hierher gefunden hast. Vielleicht ist es 22 Uhr, dein Kind schläft endlich, und du atmest zum ersten Mal an diesem Tag richtig durch. Vielleicht sitzt du am Klo – der einzige Ort mit Ruhe (kenne ich zu gut). Vielleicht in der U-Bahn, am Weg von A nach B.
Egal wie. Du bist da. Und das freut mich irrsinnig.
Vielleicht hast du dich auch als (noch)-Nicht-Mama auf die Seite verirrt. Dann viel Spaß beim Lesen. So ein Kind ist ein Wahnsinn, aber der schönste Wahnsinn, den es gibt. ;)
Warum es diesen Blog gibt
Eigentlich hab ich über das Mama-Dasein immer auf LinkedIn geschrieben. 2,3 Jahre lang. Viel. Gern. Neben dem Mama-Dasein hab ich auch viel über meine berufliche Leidenschaft, die HR-Digitalisierung geschrieben. Immerhin hat mir das so über 16.000 Follower gebracht. Hier findest du mein LinkedIn-Profil, wenn du schauen willst, was ich beruflich so mache.
Und dann bin ich irgendwann LinkedIn-müde geworden. So richtig.
Gleichzeitig hab ich kein wirkliches Faible für Instagram (ich bewundere alle, die das können, ich gehör nicht dazu 😅). Ich schau natürlich irrsinnig gern lustige Reels. Aber selbst dort viel zu posten? Naaah. Wahrscheinlich "muss" ich es ein bisserl machen, allein um Reichweite für diese Texte hier zu bekommen. Aber irgendwie tu ich mir bei Instagram einfach schwer.
Und trotzdem war da dieser Drang, irgendwo präsent zu sein. Zu schreiben. Weil ich das Schreiben einfach liebe.
Also: neuer Ort, neuer Anlauf. Dieser Blog.
Was mich dazu gebracht hat, ist ehrlich gesagt ihr. Ich hab nämlich nicht nur einmal gehört: „Christina, du hast mir da grad was aus der Seele geschrieben." Und dieser Satz hat mich jedes Mal mehr berührt, als ich zugeben will.
Genau das ist die Hoffnung hinter dem Ganzen. Dass dich das eine oder andere zum Schmunzeln bringt. Dass du dich in meinen Worten wiederfindest. Dass du beim Lesen denkst: „Ah gut, nicht nur ich." Nur eben jetzt in längerer Form. Und, so der Plan, noch ein bisschen besser als auf LinkedIn. 💛
Wer ich eigentlich bin
Ich bin Christina. Mama einer fast 5-jährigen Tochter, selbständig, gebürtige Steirerin die in Niederösterreich wohnt, Overthinkerin und Perfektionistin in Recovery.
Ich liebe es, Mama zu sein – und ich arbeite unheimlich gern. Ich hab pemundo gegründet, während mein „erstes Baby" fast noch in der Trage schlief.
Mein Weg hierher war alles andere als gerade: Es gab eine Trennung, eine Zeit als alleinerziehende Mama, und heute lebe (und liebe) ich Patchwork, mit einem Partner, der das alles mit mir trägt.
Und dann bin da noch ICH.
Die Frau, die gern kitschige Hörbücher hört, abends manchmal malt, um den Kopf leise zu kriegen. Die eine gute Serie liebt, zu viel Red Bull trinkt, zu wenig schläft und irgendwie nicht glauben kann, dass sie bald 40 ist. 😅
Vielleicht kennst du das
Du willst alles richtig machen.
Bindungs- und bedürfnisorientiert erziehen. Auf Augenhöhe. Geduldig. Präsent. Und nebenbei auch noch beruflich nicht „hinten runterfallen". Sport wär auch gut. Freundschaften pflegen. Und Zeit für dich? Ja eh. 🥲
Du liest die Bücher, hörst die Podcasts, kennst die Begriffe. Gentle Parenting, Mental Load, Co-Regulation. Und trotzdem – oder gerade deshalb – liegst du abends im Bett mit dem Gefühl, niemandem so richtig gerecht geworden zu sein.
Nicht dem Kind. Nicht dem Partner. Nicht der Arbeit. Und am allerwenigsten dir selbst.
Wer kennt's? 🙋🏻♀️
Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen (nicht nur zu wissen – zu verstehen):
Allem und jedem gerecht zu werden geht gar nicht. Das ist keine Aufgabe, an der ich scheitere. Das ist eine Illusion, die schlicht nicht schaffbar ist.
Und es ist verdammt schwer, diese Illusion loszulassen. Obwohl es so logisch klingt. Wie sollte es denn auch gehen?
Wir sind die erste Generation, die vieles anders macht
Wir Millennial-Mamas (grob geboren zwischen 1981 und 1996) versuchen etwas, das es so noch nicht gegeben hat.
Wir wollen liebevoll erziehen, ohne zu verletzen. Grenzen setzen, ohne zu brechen. Begleiten statt kontrollieren. Über Gefühle reden, obwohl in vielen Familien darüber eher geschwiegen wurde. Wir gehen in Therapie, wir reflektieren, wir schauen hin. Wir wollen Muster durchbrechen, die über Generationen weitergegeben wurden.
Das ist Pionierarbeit. Ehrlich. Das ist richtig viel Arbeit.
Und dann stehen wir ständig zwischen zwei Lagern, die beide überzeugt sind, die einzig Richtigen zu sein. Nimmst du das schreiende Baby hoch, verwöhnst du es. Nimmst du's nicht hoch, bist du herzlos. Kind quengelt im Restaurant – Augen verdreht. Gibst du ihm kurz das Handy – Augen verdreht.
Man soll alles richtig machen. Nur darüber, was richtig ist, ist sich keiner einig. 🫠
Was ich mittlerweile gelernt habe
Ich hab irgendwann angefangen, den Blick zu drehen.
Nicht mehr darauf zu schauen, was ich alles nicht geschafft hab. Was man vermeintlich falsch machen kann. Sondern was ich an einem Tag alles schaffe. Wie viele Bedürfnisse gesehen wurden. Wie oft ich mir selbst treu geblieben bin.
Und langsam – wirklich langsam – lerne ich, das als genug anzuerkennen.
Dass ich nicht überall gleichzeitig zu 100 % da sein kann. Dass ich meinen Fokus setzen darf. In der Arbeit bin ich mit dem Kopf in der Arbeit. Am Nachmittag mit meiner Tochter oft das Handy aus. Und am Wochenende darf die geliebte Arbeit auch mal ruhen.
Es ist ein permanentes Abwägen, wo die Energie hinfließt. Qualität vor Quantität – auch bei der Zeit.
Und ganz ehrlich? Manchmal rettet Bluey den Tag. Manchmal ist das Frühstück ein Solo-Auftritt der Tonie-Box, während ich mich parallel fertig mache. Manchmal hab ich schon 3 Leben gelebt, bevor es 8 Uhr ist. 😅
Das ist keine schlechte Mutterschaft. Das ist einfach die Realität. Und die darf endlich mal ehrlich ausschauen. Ohne Filter.
Was dich hier erwartet
Ehrliche Geschichten aus einem ganz normalen Leben. Viel zum Schmunzeln (hoffentlich). Den ein oder anderen Seelenstriptease. Und immer wieder die Erinnerung daran, dass du das großartig machst.
Die Kinder werden größer, die Themen wachsen mit. Vom Kindergarten-Chaos bis irgendwann zu ganz anderen Baustellen (Teenager, hallo 👋, und ja, auch die Wechseljahre kommen). Wir wachsen hier einfach gemeinsam mit.
Also: Schön, dass du da bist. Setz dich, bleib ein bisschen. 💛
Du machst das gut. Ehrlich.
PS: Wenn dich schon beim Lesen dreimal jemand unterbrochen hat – Kind, Handy, Kopfkino – dann bist du hier genau richtig. 😅
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